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Wissenswertes rund um Schwimmbecken und Zubehör

Wer ein privates Schwimmbad plant oder bereits stolzer Besitzer eines solchen ist, steht am Anfang immer wieder vor neuen Fragen, die beantwortet werden müssen. Daher haben wir über die vergangenen Jahre viele der Fragen die uns Kunden gestellt haben, einfach einmal aufgeschrieben und versucht, eine leicht verständliche Antwort zu liefern. Dies ist nicht immer einfach, da oftmals auch tiefgreifendes, technisches Verständnis von Vorteil ist. Die aus unserer Sicht wichtigsten Themen haben wir nachfolgend in unterschiedliche Kategorien von A bis Z aufgeteilt:


Beckenhydraulik

Unter Beckenhydraulik versteht man die Durchströmung im Schwimmbecken. Im Privatbeckenbereich von den Einlaufdüsen bis hin zum Ablauf (Skimmer) zur Filteranlage. Bei kleinen Privatbecken erfolgt dies in der Regel von der jeweils kurzen Seite zur anderen kurzen Seite des Schwimmbeckens. Ab einer Länge von ca. 12 m wird empfohlen eine sogenannte Querdurchströmung zu machen (lang zu lang). Im öffentlichen Bereich ist eine Überlaufrinne vorgeschrieben. Dort erfolgt der Einlass über seitliche Wanddüsen oder Bodeneinläufe und der Ablauf geht über die Überlaufrinne zurück zur Filteranlage.

Brom

Brom hat genau wie Chlor eine hohe Keimtötungsgeschwindigkeit. Es wird in Form von Tabletten über eine Dosierschläuse zugegeben. Brom bildet keine Stickstoffverbindungen mit geruchsaktiven und schleimhautreizenden Beckeninhaltstoffen.

Energiebedarf

Der Energiebedarf eines Schwimmbades wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Der größte Energieverlust (ca. 80 bis 90%) erfolgt über die Oberfläche. Daher ist eine Schwimmbadabdeckung von entscheidender Bedeutung. Der Energiebedarf wird außerdem stark beeinflusst von der Zeit, in der das Becken nicht abgedeckt ist, der Windgeschwindigkeit auf der Beckenoberfläche und der Sonneneinstrahlung. Die Energieverluste über das Erdreich sind eher gering und können vernachlässigt werden. Bei Hallenbädern wird der Energiebedarf hauptsächlich vom Energieaufwand für die Entfeuchtung bestimmt.

Filtration (Sandfilter)

Bei der Filtration werden alle sichtbaren Verschmutzungen im Filterkessel durch das Filterbett aufgefangen und bei der Rückspülung aus dem Filterkreislauf entfernt.

Flockung

Mit der Zugabe von Flockmittel werden Schwebstoffe im Wasser in eine filtrierbare Größe gebracht, da diese Schweb- oder Trübstoffe ansonsten ungefiltert durch den Sandfilter geschwemmt werden.

Filterrückspülung

Bei der Filterrückspülung wird die Fließrichtung des Wassers umgekehrt und alle angesammelten Schmutzstoffe im Filterkessel gelangen in die Kanalisation. In der Regel sollte dieser Vorgang spätestens nach einwöchiger Benutzung des Schwimmbeckens durchgeführt werden.

GFK

GFK steht für glasfaserverstärkter Kunststoff und wird u.a. bei der Herstellung von Fertigschwimmbecken verwendet.

Kalkausfällung

Im Wasser befindet sich Calcium, das wie viele andere Salze, im Wasser gelöst ist. Unter bestimmten Voraussetzungen geht der Kalk aus der Lösung und „fällt“ aus und wird für das menschliche Auge wieder sichtbar. Eine hohe Wassertemperatur oder ein hoher pH Wert sorgen dafür, dass Kalk ausfällt. Ebenfalls eine hohe Fließgeschwindigkeit durch Gravitation an z. B. Filterpumpen sorgt für ein Austreiben von Kohlensäure, was wiederum zu Kalkausfällungen führt.

Mehrschichtfilter

Bei einem Mehrschichtfilter besteht das Filtermedium, z.B. AFM, aus unterschiedlichen Korngrößen, um somit eine verbesserte mechanische Reinigung des Schwimmbadwassers zu erzielen. Je kleiner und feiner der Sand, desto kleiner sind die Schmutzstoffe die rausgefiltert werden können.

Niveauregler

Der Niveauregler sorgt für die Nachspeisung von Reinwasser (Leitungswasser), welches aufgrund von Verdunstung, Spritzwasser oder Rückspülung dem Schwimmbad verloren gegangen ist. Somit wird für einen einwandfreien Schwimmbadbetrieb der optimale Wasserspiegel reguliert. Es wird unterschieden in mechanische und elektronische Niveauregler. Der einfache mechanische Niveauregler wird bei Privatbecken im Skimmerbecken montiert und funktioniert ähnlich wie eine Toilettenspülung. Der elektronische Niveauregler misst den Wasserspiegel im Skimmer oder bei Becken mit Überlaufrinne im Schwallwasserbehälter und reguliert die Wassernachspeisung im Zirkulationssystem der Filteranlage durch Öffnen und Schließen eines Ventiles. Elektronische Niveauregler haben den Vorteil, dass diese in die Steuerungen einiger Zusatzgeräte eingreifen können, wie z.B. in die Steuerung der Schwimmbadabdeckung.

Ozon - Ozonanlagen

Ozon ist ein dreiwertiger Sauerstoff der aufgrund seiner Reaktionsfreudigkeit die höchste Desinfektionsgeschwindigkeit hat und deswegen besonders gut für die Wasseraufbereitung von Schwimmbadwasser geeignet ist. Da Ozon jedoch nach kurzer Zeit wieder zu Luft zerfällt, benötigt das Schwimmbecken noch ein zusätzliches Depot zur Desinfektion. Als Depot können Kupfer – Silberionen oder Chlor dienen. Eine Wasseraufbereitung mit Ozon hat den großen Vorteil, dass die Nebenwirkung von Chlor, wie den typischen Chlorgeruch oder brennenden Augen, somit nicht vorhanden sind. Außerdem ist im Hallenbadbereich die Luft nicht so aggressiv wie mit Chlor aufbereitetes Wasser.

Rückspülung

Filteranlagen müssen aufgrund der Verschmutzung durch Fremdstoffe regelmäßig rückgespült werden. Diesbezüglich wird der Filterkreislauf für einige Minuten umgedreht und die Verschmutzungen lösen sich aus dem Sand. Der Schmutz wird in die Kanalisation geleitet. Ob ein Filter rückgespült werden muss, kann man am Manometer erkennen. Im Filterkessel erhöht sich der Widerstand, wodurch der Filterdruck ansteigt und dieser dann rückgespült werden muss.

Skimmer

Als Skimmer bezeichnet man den Oberflächenabsauger bei Privatbädern. Die Filteranlage saugt über den Skimmer den Oberflächenschutz ab und führt diesen zur Filteranlage.

Stahlmantelbecken

Stahlmantelbecken bestehen aus einem verzinkten Stahlblech und werden auf eine Betonplatte aufgestellt und mit einer Schwimmbadfolie ausgekleidet. Realisierbar sind Runde, ovalförmige oder achtförmige Beckenmodelle. Befinden sich im unteren Preissegment und werden oftmals als Do-it-your-self Becken angeboten.Realisierbar sind Runde, ovalförmige oder achtförmige Beckenmodelle.

Taupunkt

Am Taupunkt kondensiert Feuchtigkeit beim Aufeinandertreffen von unterschiedlichen Temperaturen und Luftfeuchten. In der Schwimmhalle wird daher versucht, durch Wärmedämmung und Dampfsperre den Taupunkt nach innen auf die Oberfläche der Wand zu verlagern, um Schäden im Mauerwerk zu verhindern.

Umwälzung

Unter Umwälzung versteht man die Zirkulation und Filtration des Schwimmbadwassers durch die Filteranlage. Eine ausreichende Umwälzung des Beckenwassers ist Voraussetzung für eine einwandfreie Wasserqualität.

Volumenstrom

Der Volumenstrom ist die Menge Wasser, die innerhalb einer Zeitspanne fließt. Gemessen wird dies in m3/h. Bei der Berechnung einer privaten Filteranlage wird als erstes der notwendige Volumenstrom berechnet, indem man das Beckenvolumen durch 4,5 oder 6 teilt. Diese Kennzahl wird bestimmt durch die zu erwartende späteren Belastung.

Winternetz

Feinmaschiges Netz, das Verschmutzungen in das Schwimmbad vermeidet, Regenwasser durchlässt und die Sonneneinstrahlung unterbindet.

Wärmebedarf

Unter Wärmebedarf versteht man die notwendige Energiemenge um ein Schwimmbad auf eine bestimmte Temperatur zu heizen. Dabei besteht die Möglichkeit die Energie aus Strom, Wasser oder Solar zu erzielen.